Turnfesttage Reiligen – ein Interview mit den Hauptorganisatoren

„Ein Ferienprogramm für die ganze Familie“

Mit den Turnfesttagen in Reilingen startet das
Jubiläum 150 Jahre Turngau Mannheim

Der Countdown für das Jubiläum „150 Jahre Turngau Mannheim“ läuft.
Auftakt, der über mehrere Monate verteilten Veranstaltungen, sind die Turnfesttage in Reilingen vom 16. bis 19. Juni. Wir sprachen mit Petra Umminger und Joachim Fichtner, den „Köpfen“ des Organisationsteams.

Was überwiegt – die Vorfreude oder die Anspannung?
Petra Umminger:
Bei mir hält sich beides die Waage. Aber da die Zusammenarbeit mit dem TGB Reilingen sehr gut war, bin ich optimistisch, dass alles gut geht.

Joachim Fichtner:
So eine Organisation läuft über eine lange Strecke, auf der man versucht, alles zu planen. Im Augenblick bin ich noch angespannt, weil ich nicht weiß, ob wirklich alles erledigt ist. Aber wir hoffen, dass wir während der Veranstaltung unseren Spaß haben und nicht mehr gebraucht werden. Dann haben wir alles richtig gemacht.

Wie ist der Stand der Vorbereitung?
Umminger:
Wir sind gut aufgestellt. Vor kurzem hatten wir ein Treffen mit allen Mitstreitern und Mitstreiterinnen vor Ort in Reilingen. Da habe ich dann auch einen detaillierten Abriss gegeben. Einige waren doch überrascht, was alles außer dem reinen Sportprogramm noch geboten wird. Das Angebot mit Mitmachaktionen, Workshops, an hochinteressanten Vorträgen und der Messe ist umfangreich. Ich versuche, eventuell für Sonntag noch einen Vortrag zu bekommen, aber sonst ist alles in trockenen Tüchern.

Auf was freut Ihr Euch besonders?
Umminger:
Vor allem auf viel Publikum und viele Mitwirkende. Dann natürlich auf die deutschen Jugendmeisterschaften für Gerätturnerinnen. Es sind die ersten, die – außer beim Deutschen Turnfest 2013 – hier im Turngau Mannheim stattfinden.

Fichtner:
Ich freue mich auf ein sehr kompaktes Angebot an unterschiedlichen Sportarten auf einem Fleck, denn das gibt es nicht so oft. Ich freue mich, dass vier Tage der Sport im Mittelpunkt steht und dass sich sechs der Mannheimer Turnerinnen für die „Deutschen“ qualifiziert haben.

Warum sollten sich Besucherinnen und Besucher die Turnfesttage auf keinen Fall entgehen lassen?
Fichtner:
Weil es ein viertägiges Ferienprogramm für die ganze Familie ist. Es gibt tatsächlich Angebote für jedes Alter. Und das kostenlos. Denn nur die Turn-Meisterschaften kosten Eintritt. Essen und Getränke gibt es zu zivilen Preisen.

Umminger:
Auch ich sage, weil wir für jedes Alter etwas anzubieten haben: Für Kinder bis zehn Jahre die „ROLLENDE KINDERTURN-WELT“ der Kinderstiftung Baden-Württemberg. Das Bewegungsmobil mit dem Eltern-Kind-Parcours ist auch für Kindergärten und Grundschulen in der Umgebung interessant. Am Sonntag baut der Kinderzirkus Paletti sein Zelt auf und bietet Schnupperangebote an. Im Rahmen des Kinderturnfestes findet ein Lauf mit fünf regionalen Maskottchen statt. Und was die Mitmachaktionen betrifft, haben wir von Capoeira bis Prellball auch Turnsportarten reingenommen, die nicht so im Fokus stehen. Beim Wandern stehen mehrmals täglich zwei Strecken von fünf und acht Kilometern auf dem Programm. Weil sie flach sind, sind sie für alle geeignet. Übrigens: Egal was man ausprobiert: Ein Sportdress ist nicht nötig, saloppe, bequeme Kleidung genügt.

Wird es ein Turnfest der kurzen Wege?
Fichtner:
Auf jeden Fall, die Location rund um die Fritz-Mannherz-Halle ist einmalig in der Region. Viele Städte können von so etwas nur träumen.

Umminger:
Es gibt im Hauptgebäude sechs Hallen in unterschiedlicher Größe, vor und hinter den Hallen sind Rasenplätze. Alles wird genutzt.

Längst nicht alle Interessierten werden mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. Wie sieht es mit Parkmöglichkeiten aus?
Fichtner:
Es wird keine Probleme geben. Unter der Halle ist eine Tiefgarage, rund um das Gebäude und auf dem nahe gelegenen Festplatz gibt es genügend freie Plätze.

Wie hoch ist der Etat der Turnfesttage?
Fichtner:
Rund 15 000 Euro. Dankenswerterweise wird ja ein Großteil der Arbeit von den Vereinen und ehrenamtlich geleistet. Wir sind finanziell ganz gut aufgestellt. Weil uns doch einige Sponsoren unterstützen, müssen wir wohl keine Rücklagen angreifen. Sehr engagiert ist Pfitzenmeier, aber wir konnten uns auch auf die Sparkasse, die VR Bank, Lotto BW sowie die Firmen EnBaWo, Goldbeck und Südzucker verlassen.